Ortsbeirat 8
CDU stärkste Kraft – GRÜNE mit größerem Abstand auf Platz 2
Die CDU wurde im Ortsbezirk 8 mit 26,9 Prozent erneut stärkste Kraft. 2021 betrug der Abstand auf die damals zweitplatzierten Grünen nur 0,5 Prozentpunkte. Dieser lag diesmal, durch einen Verlust von 2,6 Prozentpunkten bei den Grünen, bei 4,4 Prozentpunkten. Die Grünen erreichten 22,5 Prozent, ein Ergebnis knapp vor der SPD (22,2 %). Auch Die Linke (11,9 %) wurde erneut zweistellig.
Die ELF war 2021 nicht angetreten und kam aus dem Stand auf 1,8 Prozent. Ihre Stimmenanteile steigern konnten Die Linke und die CDU um jeweils 1,3 Prozentpunkte sowie BFF (+1,2 %-Punkte) und FREIE WÄHLER (+0,5 %-Punkte). Die FDP (-1,9 %-Punkte) büßte etwa jede fünfte Stimme von 2021 ein. Nur geringfügig verlor die SPD (-0,3 %-Punkte).
Lage des Ortsbezirks 8 – Nord-West im Stadtgebiet
Ortsbeirat 8: Stimmenanteile und -veränderungen
ELF neu dabei – ansonsten stabile Konstellation
Die meisten Sitze erhielt die CDU mit weiterhin fünf Sitzen. Erstmals mit einem Sitz vertreten ist die ELF. Ein Mandat abgeben mussten die Grünen, die nun in gleicher Fraktionsstärke wie die SPD im Ortsbeirat sitzen (jeweils 4 Sitze). Die Zuwächse der Linken schlagen sich genauso wenig in einer Mandatsveränderung nieder (weiterhin 2 Sitze) wie die Verluste der FDP (weiterin 1 Mandat).
Ortsbeirat 8: Sitzverteilung
19 Sitze
ELF-Bewerberin profitierte stark von Personenstimmen
Carmela Castagna Veneziano schaffte den Einzug in den Ortsbeirat auch dank der Stimmen von Stimmzetteln, auf denen die Wählerinnen und Wähler eigentlich eine andere Liste gewählt hatten. Deutlich mehr als ein Viertel der Stimmen für sie (28,9 %) stammten daher. Auf Stimmzettel mit Listenkreuz für die ELF ging wiederum nur gut jede siebte Stimme für sie (15,4 %) zurück.
Ortsbeirat 8: Stimmen für die gewählten Bewerberinnen und Bewerber
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Wahlbeteiligung gestiegen und doch unterdurchschnittlich
Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 um 4,3 Prozentpunkte auf 46,7 Prozent. Damit lag sie 2,2 Prozentpunkte unter der seit der Einführung des aktuellen Wahlrechts höchsten Wahlbeteiligung von 48,9 Prozent bei der Ortsbeiratswahl 2001.
Ortsbeirat 8: Entwicklung der Wahlbeteiligung
Dank deutlicher Panaschiergewinne: Bewerber der SPD schaffte Sprung in Ortsbeirat
Der ebenfalls in die Stadtverordnetenversammlung gewählte Mustapha Lamjahdi (SPD) zog durch panaschierte Stimmen auf Platz drei in den Ortsbeirat ein, obwohl er auf Platz sieben der SPD-Liste eigentlich chancenlos war. Den letzten Platz in der SPD-Fraktion sicherte sich Stefan Ziegler, der sich um einen Listenplatz verbesserte. Eine Verbesserung um ebenfalls nur einen Listenplatz reichten auch Monika Leeker (GRÜNE) und Maike Tabea Atanassov (Die Linke) für einen Sitz.
Ortsbeirat 8: Erfolgreichste Listenplatzverbesserungen
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SPD-Bewerberinnen und Bewerber profitierten am meisten vom Panaschieren
Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD profitierten im Ortsbeirat 8 am meisten von Personenstimmen, die Wählerinnen und Wähler anderer Listen an sie verteilten. Von Stimmzetteln mit Listenkreuz bei den Grünen kamen 465 Stimmen, von ELF und CDU jeweils über 300.
Ortsbeirat 8: Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz
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Ortsbeiratsmitglieder vergleichsweise jung
Das Durchschnittsalter der Gewählten liegt mit 52,4 Jahren vergleichsweise niedrig. Die Gruppe der Jüngeren bis 34 Jahre ist zwar etwas unterrepräsentiert. Vor allem aber ist der Anteil der Ortsbeiratsmitglieder, die 60 Jahre und älter sind (31,6 %), niedriger als in der Wahlbevölkerung (35,7 %) – das ist sonst nur in den Ortsbeiräten 1 und 2 der Fall.
Ortsbeirat 8: Altersstruktur der Gewählten, Bewerber/-innen und Wahlbevölkerung