Ortsbeirat 10

CDU vorn – trotz geringer Gewinne

Im Ortsbeirat 10 wurde die CDU mit 24,3 Prozent die stärkste Kraft. Darauf folgten mit 21,2 Prozent die Grünen, die die größten Verluste hinnehmen mussten. Gegenüber der Ortsbeiratswahl 2021 sank ihr Stimmenanteil um 5,3 Prozentpunkte. Ein zweistelliges Ergebnis erreichten auch SPD (18,6 %) und Die Linke (10,3 %). Am stärksten legte die AfD mit einem Plus von 4,4 Prozentpunkten zu. Volt holte aus dem Stand 4,3 Prozent. CDU (+1 %-Punkt) und SPD (+0,5 %-Punkte) verbesserten sich kaum. Alle anderen mit Zugewinnen, FREIE WÄHLER (+1,5 %-Punkte), Frankfurt-Sozial! (+1,5 %-Punkte), DFRA (+1,4 %-Punkte) und ELF (+1 %-Punkt), reichten diese nicht für einen Sitz im Ortsbeirat. FDP (-4 %-Punkte) und BFF (-2,2 %-Punkte) büßten nicht nur Stimmenanteile, sondern auch je einen Ortsbeiratssitz ein.

Lage des Ortsbezirks 10 – Nord-Ost im Stadtgebiet

Ortsbeirat 10: Stimmenanteile und -veränderungen

Volt erstmals vertreten, AfD mit zwei Sitzen

Die meisten Sitze erhielt die CDU mit fünf Sitzen (+1). Auch die AfD gewann einen Sitz hinzu. Neu im Ortsbeirat mit einem Sitz vertreten ist Volt. Die BFF verpassten durch die Stimmverluste den Wiedereinzug in den Ortsbeirat 10. Neben der FDP gaben auch die Grünen ein Mandat ab.

Ortsbeirat 10: Sitzverteilung

19 Sitze

FDP-Bewerber mit besonders hohem Anteil panaschierter Stimmen

Andreas Eggenwirth (FDP) erhielt von allen in den Ortsbeirat Gewählten die anteilig meisten Stimmen von Wählenden, die anderswo ihr Listenkreuz machten. Mehr als ein Fünftel seiner Stimmen (22,2 %) stammten aus Stimmzetteln, in denen Fremdlisten angekreuzt wurden.

Ortsbeirat 10: Stimmen für die gewählten Bewerberinnen und Bewerber

Trotz Rekordwahlbeteiligung: weniger als die Hälfte ging an die Urnen

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 deutlich, um fünf Prozentpunkte auf 48,3 Prozent. Damit erreichte sie den höchsten Wert seit der erstmaligen Umsetzung des aktuellen Wahlrechts 2001.

Ortsbeirat 10: Entwicklung der Wahlbeteiligung

Zwei Kandidatinnen der Freien Wähler mit größten Listenplatzverbesserungen

Um jeweils sechs Listenplätze verbesserten sich Christina Stodt und Nicole Wetzler (FREIE WÄHLER). Der Stimmenanteil ihrer Liste reichte gleichwohl nicht für einen Einzug in den Ortsbeirat 10. Bereits die Verbesserung um einen Listenplatz machte hingegen für Miriam Rosenwein (CDU), Richard Schottdorf (SPD), und Annette Blome (GRÜNE) den entscheidenden Unterschied für den Sprung ins Gremium aus.

Ortsbeirat 10: Erfolgreichste Listenplatzverbesserungen

GRÜNE-Listenwählende stimmten besonders oft auch für einzelne andere Bewerber/-innen

Diejenigen, die bei den Grünen ein Listenkreuz machten, votierten öfter für Bewerberinnen und Bewerber anderer Listen als die Anhängerinnen und Anhänger anderer Parteien. Insgesamt flossen so 1.942 Stimmen an andere Listen ab, über 500 an Kandidierende der SPD, über 400 an die der CDU. Jeweils über 300 panaschierte Stimmen gingen von den Grünen an Die Linke und Volt. Die SPD wiederum konnte besonders von Zuflüssen aus anderen Listen profitieren (2.419 Stimmen). Allein 736 kamen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz für die ELF.

Ortsbeirat 10: Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz

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In Wahlbevölkerung ein Viertel unter 35, im Ortsbeirat nur ein Zehntel

Das Durchschnittsalter der gewählten Ortsbeiratsmitglieder lag mit 56,3 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl deutlich über dem der Wahlbevölkerung. Im Gremium ist nur gut jede bzw. jeder Zehnte jünger als 35, in der Wahlbevölkerung knapp ein Viertel (24,8 %).

Ortsbeirat 10: Altersstruktur der Gewählten, Bewerber/-innen und Wahlbevölkerung

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