Ortsbeirat 11

CDU mit leichten Gewinnen an der Spitze

Der CDU reichten im Ortsbeirat 11 23,5 Prozent und ein Stimmenplus von 1,5 Prozentpunkten, um die Grünen zu überholen und stärkste Kraft zu werden. Diese folgten mit 22,7 Prozent (-2,2 %-Punkte). Ein zweistelliges Ergebnis erreichten auch die SPD (20,3 %) und mit größerem Abstand Die Linke (14,3 %). Die AfD trat das erste Mal im Ortsbezirk 11 an und kam aus dem Stand auf 10,7 Prozent. Frankfurt-Sozial! war ebenfalls erstmals als Wählergruppe dabei, erreichte allerdings nur 1,2 Prozent, ähnlich die Freien Wähler (1,1 %) und DFRA (0,9 %). Alle drei verpassten den Einzug in den Ortsbeirat deutlich. Die stärksten Verluste musste die FDP hinnehmen. Sie büßte über zwei Drittel ihrer Stimmen gegenüber der Ortsbeiratswahl 2021 ein (-4,6 %-Punkte). Auch BFF (-3,8 %-Punkte) und SPD (-3,1 %-Punkte) verloren deutlich.

Lage des Ortsbezirks 11 – Ost im Stadtgebiet

Ortsbeirat 11: Stimmenanteile und -veränderungen

AfD aus dem Stand mit zwei Sitzen, FDP raus

Die CDU gewann einen Sitz hinzu und wurde mit fünf Mandaten stärkste Kraft vor Grünen und SPD. Auf Anhieb zwei Ortsbeiratssitze holte die AfD. SPD, GRÜNE und FDP verloren je ein Mandat, wodurch die FDP nicht mehr Teil des Ortsbeirats ist.

Ortsbeirat 11: Sitzverteilung

19 Sitze

Gewählte der AfD mit besonders wenigen Stimmen aus Fremdlisten

Die beiden Ortsbeiratsmitglieder der AfD erhielten mit Abstand die wenigsten Stimmen von Stimmzetteln, in denen die Wählerinnen und Wähler sich für eine andere Liste entschieden hatten. Ihr Anteil an den insgesamt auf sie entfallenen Stimmen lag jeweils unter einem Prozent.

Ortsbeirat 11: Stimmen für die gewählten Bewerberinnen und Bewerber

Wahlbeteiligung stieg deutlich – und blieb im Vergleich doch unterdurchschnittlich

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 um 5,7 Prozentpunkte – die stadtweit zweithöchste Steigerung – auf 41,6 Prozent. Damit lag die Wahlbeteiligung immer noch drei Prozentpunkte unter der bisher höchsten Wahlbeteiligung von 44,6 Prozent seit der erstmaligen Anwendung des neuen Wahlrechts bei den Kommunalwahlen 2001. Im gesamtstädtischen Vergleich lag die Wahlbeteiligung nur in zwei Ortsbezirken (1 und 6) niedriger als im Elfer.

Ortsbeirat 11: Entwicklung der Wahlbeteiligung

Wenige Listenplatzverbesserungen beinflussten Ortsbeiratszusammensetzung

Durch eine Verbesserung um zwei Listenplätze gelang es Christel Ebisch, an zwei ihrer Mitbewerbenden von der CDU vorbeizuziehen. Sie erhielt damit einen Sitz im Ortsbeirat, den sie nach der Reihung der Wahlvorschlagsliste sonst verpasst hätte. Für Rolf Zimmerling (AfD) reichte bereits eine Verbesserung um einen Platz für ein unverhofftes Mandat.

Ortsbeirat 11: Erfolgreichste Listenplatzverbesserungen

Grünen-Wählende besonders panaschierfreudig

Auch im Ortsbezirk 11 panaschierten diejenigen besonders häufig, die bei den Grünen ein Listenkreuz machten. Bewerbende von Die Linke und SPD erhielten so insgesamt je rund 300 Stimmen.

Ortsbeirat 11: Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz

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Mehr als die Hälfte des Ortsbeirats über 60 Jahre

Die Altersstruktur der neuen Ortsbeiratsmitglieder unterscheidet sich deutlich von der Wahlbevölkerung. Während dort nur gut ein Drittel (34,4 %) 60 Jahre und älter ist, sind es im Ortsbeirat deutlich mehr als jede und jeder Zweite (57,9 %). Mit zum Zeitpunkt der Wahl durchschnittlich 58,7 Jahren ist der Ortsbeirat 11 der Zweitälteste im Stadtgebiet.

Ortsbeirat 11: Altersstruktur der Gewählten, Bewerber/-innen und Wahlbevölkerung

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