Ortsbeirat 2

CDU wieder stärkste Kraft

Im Ortsbeirat 2 wurde die CDU mit 27,9 Prozent die stärkste Kraft. Nach der AfD, die mit einem Einstand von 5,7 Prozent erstmals einen Sitz im Ortsbeirat hat, verzeichnete die CDU mit einem Plus von fünf Prozentpunkten den zweithöchsten Zugewinn. Die Grünen konnten ihr starkes Ergebnis der letzten Ortsbeiratswahl nicht wiederholen und landeten mit einem Verlust von 6,5 Prozentpunkten bei 25,1 Prozent. Damit verzeichneten die Grünen die stärksten anteiligen Stimmenverluste unter allen erneut angetretenen Listen. Nur die FDP verlor absolut mehr Stimmen und musste ein Minus von fünf Prozentpunkten bei den Stimmenanteilen hinnehmen. Ein zweistelliges Ergebnis erreichten SPD (14,6 %) und Die Linke (11,1 %), die ihr Ergebnis um 0,6 beziehungsweise 1,3 Prozentpunkte leicht verbessern konnten. Deutlich verbessern konnte sich im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 auch Volt (+4,6 %-Punkte). Die Freien Wähler (+0,3 %-Punkte) konnten ihre Stimmenanteile ebenfalls leicht steigern. BFF (-2,1 %-Punkte), ÖkoLinX (-1,6 %-Punkte) und Die PARTEI (-1 %-Punkt) büßten dagegen Stimmenanteile ein.

Lage des Ortsbezirks 2 – Innenstadt II im Stadtgebiet

Ortsbeirat 2: Stimmenanteile und -veränderungen

CDU und GRÜNE bei Sitzen gleichauf, AfD und Volt neu im Ortsbeirat

Bei der Sitzzahl liegen CDU und GRÜNE im neuen Ortsbeirat mit jeweils fünf Sitzen gleichauf. Volt ist neben der AfD erstmals ebenfalls mit einem Sitz vertreten. BFF und ÖkoLinX verloren beide ihren Sitz im Ortsbeirat und sind in Zukunft nicht mehr Teil des Gremiums.

Ortsbeirat 2: Sitzverteilung

19 Sitze

CDU-Kandidatin mit meisten Stimmen, fast drei Viertel davon aus unveränderten Listen

Die meisten Stimmen erhielten mit Abstand Susanne Turré (13.972) und Dr. Daniel Rhinow (13.569), die beide für die CDU kandidierten. Sie landeten auch, was den Anteil der Stimmen aus Stimmzetteln mit nur einem Listenkreuz angeht, mit rund drei Vierteln der Stimmen auf den vordersten Plätzen.

Ortsbeirat 2: Stimmen für die gewählten Bewerberinnen und Bewerber

Wahlbeteiligung seit 2001 erstmals über 50 Prozent

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 noch einmal deutlich um 5,1 Prozentpunkte auf 54,2 Prozent. Bei keiner anderen Wahl des Ortsbeirats gaben seit der erstmaligen Wahl mit offenen Listen 2001 mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Gegenüber der Ortsbeiratswahl 2016 ist der Anstieg der Wahlbeteiligung um 13,7 Prozentpunkte sogar der zweithöchste in Frankfurt.

Ortsbeirat 2: Entwicklung der Wahlbeteiligung

CDU-Kandidatin verbessert sich um drei Listenplätze und gewinnt Sitz im Ortsbeirat

Der ehemalige Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) konnte sich im Ortsbeirat 2 um die meisten Listenplätze verbessern. Er rückte vom letzten Listenplatz der CDU auf den neunten Platz vor, was jedoch nicht reichte, um einen Sitz im Ortsbeirat zu bekommen. Dagegen sprang Dr. Diana Müller (CDU) um drei Listenplätze nach oben und konnte sich damit den fünften Sitz der CDU im Ortsbeirat sichern.

Ortsbeirat 2: Erfolgreichste Listenplatzverbesserungen

GRÜNE geben am meisten Stimmen an andere Wahlvorschläge ab

Von allen Listen erhielten die Grünen von Wählerinnen und Wählern, die ihr Listenkreuz bei anderen Listen gemacht hatten, die meisten panaschierten Stimmen. Den insgesamt 2.486 erhaltenen Stimmen, die vor allem von Die Linke, Volt und SPD kamen, standen aber mit 2.940 auch die meisten an Bewerberinnen und Bewerber anderer Listen abgegebenen Stimmen gegenüber.

Ortsbeirat 2: Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz

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Zweitjüngster Ortsbeirat, fast drei Viertel zwischen 35 und 59 Jahren

Der neue Ortsbeirat 2 zeichnet sich mit rund 47 Jahren durch das zweitniedrigste Durchschnittsalter aller Frankfurter Ortsbeiräte aus. Dabei hat der Ortsbeirat mit 73,7 Prozent mit Abstand den höchsten Anteil an Mitgliedern im Alter von 35 bis 59 Jahren und liegt in dieser Altersgruppe um 31,5 Prozentpunkte höher als der entsprechende Anteil in der Wahlbevölkerung.

Ortsbeirat 2: Altersstruktur der Gewählten, Bewerber/-innen und Wahlbevölkerung

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