Ortsbeirat 4

Grüne verlieren, bleiben aber mit Abstand stärkste Kraft

Wie in den beiden westlichen Nachbarortsbeiräten 1 und 3 wurden im Ortsbeirat 4 die Grünen mit 28,9 Prozent erneut die stärkste Kraft. Ihr Stimmenanteil sank im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 um 4,4 Prozentpunkte, was den größten Verlust unter den Listen für den Ortsbeirat 4 darstellt. Auf die Grünen folgte mit 18,7 Prozent die SPD. Ein zweistelliges Ergebnis erreichten auch CDU (17,7 %) und Die Linke (13,4 %). Den höchsten Zugewinn verzeichnete die erstmals angetretene AfD mit einem Plus von 4,4 Prozentpunkten. Dadurch erhielt sie direkt ein Mandat im Ortsbeirat. Im Vergleich zu den anderen Ortsbezirken ist der Stimmenanteil der AfD im Ortsbeirat 4 nach dem Ortsbeirat 3 am zweitniedrigsten. Volt (+2,3 %-Punkte), CDU (+2,3 %-Punkte), Die Linke (+2,1 %-Punkte), SPD (+1,4 %-Punkte) und Gartenpartei Ffm (+0,8 %-Punkte) konnten ihre Stimmenanteile ebenfalls steigern. FDP (-3,1 %-Punkte), ÖkoLinX (-1,8 %-Punkte), DFRA (-1,5 %-Punkte) und BFF (-1,1 %-Punkte) sowie Die PARTEI und FREIE WÄHLER (jeweils -0,4 %-Punkte) büßten dagegen Stimmenanteile ein.

Lage des Ortsbezirks 4 – Bornheim/Ostend im Stadtgebiet

Ortsbeirat 4: Stimmenanteile und -veränderungen

GRÜNE bleiben größte Fraktion, CDU mit nur drei Mandaten

Die Grünen konnten ihre sechs Sitze im Ortsbeirat 4 verteidigen und bleiben damit die größte Fraktion. Neben der AfD konnten auch SPD und Die Linke jeweils einen Sitz hinzugewinnen. Trotz ihres höheren Stimmenanteils im Vergleich zur Wahl 2021 stellt die CDU im Ortsbeirat 4 mit drei Mandaten die geringste Zahl an CDU-Mitgliedern aller Ortsbeiräte in Frankfurt. ÖkoLinX, DFRA und BFF schafften es nicht, ihre Sitze im Ortsbeirat 4 zu verteidigen und sind nicht mehr Teil des neuen Ortsbeirats.

Ortsbeirat 4: Sitzverteilung

19 Sitze

Spitzenkandidatin der Linken mit höchster Stimmenzahl

Von allen Kandidatinnen und Kandidaten für den Ortsbeirat 4 konnte Nina Haußer auf dem ersten Listenplatz für Die Linke die meisten Stimmen auf sich vereinen. Den größten Stimmenanteil aus veränderten Stimmzetteln (46,1 %) und von Fremdlisten (7,7 %) hatte Ulrich Labonté von der SPD.

Ortsbeirat 4: Stimmen für die gewählten Bewerberinnen und Bewerber

Rekord bei der Wahlbeteiligung

Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2021 um 4,9 Prozentpunkte auf 54,3 Prozent. Im Vergleich zur Ortsbeiratswahl 2016 gab es sogar ein Plus von zwölf Prozentpunkten. Erstmals seit der Einführung von Kumulieren und Panaschieren gaben mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab.

Ortsbeirat 4: Entwicklung der Wahlbeteiligung

CDU-Stadtverordneter verbesserte sich um die meisten Listenplätze

Im Ortsbeirat 4 konnte der auch für die Stadtverordnetenwahl angetretene CDU-Kandidat Ömer Zengin die meisten Listenplätze nach oben springen. Er verbesserte sich vom 17. auf den elften Listenplatz. In diesem wie auch den anderen Fällen von Listenplatzverbesserungen um mehr als zwei Plätze führte dies nicht zu einem Sitz im Ortsbeirat. Um je einen Platz nach vorn gerückt und damit in den Ortsbeirat eingezogen sind hingegen Gila Baumöhl (GRÜNE), Angela Joost (Die Linke) und Veronika Dörffler (Volt).

Ortsbeirat 4: Erfolgreichste Listenplatzverbesserungen

ÖkoLinX erhielt anteilig die meisten Stimmen von Fremdlisten

Gemessen an der Gesamtstimmenzahl der Liste (5.466), hatte ÖkoLinX mit 511 Stimmen (9,3 %) den höchsten Anteil an panaschierten Stimmen von Stimmzetteln mit einem Listenkreuz bei einer anderen Liste. ÖkoLinX erhielt allein von Linken-Wählerinnen und -Wählern gut 250 Stimmen.

Ortsbeirat 4: Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz

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Jüngere im neuen Ortsbeirat unterrepräsentiert, Ältere überrepräsentiert

Der neue Ortsbeirat 4 zählt mit einem Durchschnittsalter von rund 51 Jahren noch zu den jüngeren Ortsbeiräten. Im Vergleich zur Wahlbevölkerung fällt trotzdem auf, dass die jüngere Altersgruppe von 18 bis 34 Jahren im Ortsbeirat deutlich unterrepräsentiert ist, die 60-Jährigen und Älteren dagegen überrepräsentiert sind.

Ortsbeirat 4: Altersstruktur der Gewählten, Bewerber/-innen und Wahlbevölkerung

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