Wahl zur Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung
Wahl wieder termingleich mit der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung
Neben der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung und den Ortsbeiräten wurde auch wieder die Wahl der Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV) abgehalten. Die KAV ist der Ausländerbeirat der Stadt Frankfurt am Main und vertritt die Interessen der ausländischen Bevölkerung der Stadt. Sie berät die Gremien der Stadt in allen Belangen, die ausländische Einwohnerinnen und Einwohner betreffen. Der Ausländerbeirat bzw. die KAV sind in der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) verankert.
Auf dieser Basis legt die Hauptsatzung der Stadt Frankfurt am Main fest, dass die KAV 37 Sitze umfasst. Analog der Wahl zur Stadtverordnetenversammlung bestimmen die Wählerinnen und Wähler die Zusammensetzung der KAV mit ihren 37 Sitzen.
Weniger Listen und Bewerberinnen und Bewerber als 2021
Um die 37 Sitze bewarben sich 411 Frankfurterinnen und Frankfurter mit einem nicht-deutschen Pass. Diese traten auf 26 Listen von Wahlvorschlagsträgern an. Bei der letzten KAV-Wahl waren es noch 713 Wahlvorschläge (Kandidatinnen und Kandidaten) und 47 Wahlvorschlagsträger (Parteien und Wählergruppen). Dies bedeutet einen Rückgang von 302 oder 42,3 Prozent bei den Kandidatinnen und Kandidaten und eine Abnahme bei den Listen von 21 bzw. 44,7 Prozent.
Entwicklung der Zahl der Bewerberinnen und Bewerber und der Listen seit 2001
Rückgang der Wahlbeteiligung um 1,4 Prozentpunkte
Durch die Verschmelzung der Kommunalwahltermine mit der Wahl zur KAV (seit 2021) sollten die Ausländerbeiräte gestärkt werden, um mehr Wahlberechtigte zur Abstimmung zu motivieren. Dies wurde für Frankfurt bei der letzten Wahl zur KAV auch erreicht. Aktuell ist jedoch ein Rückgang zu verzeichnen. Lag die Wahlbeteiligung 2021 noch bei 13,5 Prozent, so betrug sie bei der KAV-Wahl 2026 nur noch 12,1 Prozent, ein Rückgang um 1,4 Prozentpunkte.
Entwicklung der Wahlbeteiligung seit 2001
Betrachtet man die Zahlen genauer, so ist festzustellen, dass 26.824 Personen bei der letzten Wahl ihre Stimme abgegeben haben, bei der aktuellen KAV-Wahl waren es 26.725 Wählerinnen und Wähler, also nur etwa 100 weniger. Die Gesamtzahl der Wählenden ist demzufolge in etwa gleichgeblieben. Die Zahl der Wahlberechtigten hat sich jedoch deutlich erhöht: von 199.309 im Jahr 2021 auf jetzt 220.605 Frankfurterinnen und Frankfurter mit ausländischer Staatsangehörigkeit, was einem Anstieg der Wahlberechtigten um 10,7 Prozent entspricht.
Wahlberechtigte, Wählerinnen und Wähler
Deutlich weniger Wählerinnen und Wähler nutzten die Briefwahl
Bei der KAV-Wahl am 15. März 2026 erfolgte von 14.234 ausländischen Wählerinnen und Wählern die Stimmabgabe über den Postweg und 12.491 Frankfurterinnen und Frankfurter mit ausländischer Staatsangehörigkeit bevorzugten den Gang zur Wahlurne, der Briefwahlanteil betrug demnach 53,3 Prozent, der Urnenwahlanteil 46,7 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang von 4.276 oder 15,7 Prozentpunkten bei den Briefwählenden und einen Zuwachs von 4.177 oder entsprechend 15,7 Prozentpunkte bei den Urnenwählenden. Im Jahr 2021 gaben von den 26.824 Wählerinnen und Wählern 18.510 ihre Stimmen per Briefwahl und 8.314 per Urnenwahl ab, der Briefwahlanteil betrug demnach 69 Prozent, der Urnenwahlanteil entsprechend 31 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln sich somit klar in der Veränderung von Briefwahl und Urnenwahl wider.
Anteil der Urnen- und Briefwählerinnen und -wähler seit 2001
Anteil von veränderten und ungültigen Stimmzetteln leicht gestiegen
Nachdem sich die Zahl der abgegebenen Stimmen von 2021 zu 2026 nur unwesentlich verändert hat, bleibt die Frage, ob es durch die wieder vermehrte Nutzung der Urnenwahl gegenüber der Briefwahl auch Veränderungen bei unveränderten, veränderten oder ungültigen Stimmzetteln gab. Aber auch hier sind nur leichte Veränderungen gegenüber der letzten KAV-Wahl festzustellen. So waren mit 1.401 nur 60 Stimmzettel mehr ungültig, 13.589 Stimmzettel wurden verändert (kumuliert, panaschiert oder gestrichen), das waren 55 mehr als 2021. Die 11.735 unveränderten Stimmzettel (Listenkreuz) bedeuten, dass 214 Wählerinnen und Wähler weniger ihre Stimmzettel nicht verändert haben und die Wahlvorschläge der angetretenen Parteien und Wählergruppen so wie vorgeschlagen angenommen haben.
Unveränderte und veränderte Stimmzettel seit 2015
Aufteilung der Stimmen
Die 25.324 gültigen Stimmzettel enthielten 869.696 gültige Stimmen, die auf die Wahlvorschläge für die KAV verteilt wurden. Dabei gab es 381.418 Stimmen aus der Urnenwahl (43,9 %) und 488.278 aus der Briefwahl (56,1 %). Betrachtet man die Aufteilung der Stimmen von veränderten und unveränderten Stimmzetteln, so stammten 424.425 Stimmen oder 48,8 Prozent aus unveränderten Stimmzetteln und 445.271 Stimmen (51,2 %) aus veränderten Stimmzetteln.
Verglichen mit den Resultaten von 2021 lässt sich auch hier feststellen, dass sich das aktuelle Stimmverhalten ähnlich gestaltete. 48,8 Prozent der Frankfurterinnen und Frankfurter mit ausländischer Staatsangehörigkeit wählten 2026 den Listenvorschlag mit einem Listenkreuz, also nur 0,1 Prozentpunkt mehr als 2021. Auch bei den veränderten Stimmzetteln gab es nur leichte Unterschiede. Danach nahmen aktuell 16,1 Prozent der Wählenden Veränderungen (kumulieren und streichen) innerhalb der jeweiligen Listen vor, während es 2021 nur 14,8 Prozent waren, also 1,3 Prozentpunkte weniger. Ein ähnliches Bild, aber mit umgekehrten Vorzeichen zeigt sich bei Stimmzetteln mit panaschierten Stimmen. So verteilten bei dieser Wahl 35,1 Prozent der Wählerinnen und Wähler der KAV-Wahl ihre Stimmen auch auf Wahlvorschläge (Kandidatinnen und Kandidaten) anderer Listen, also 1,4 Prozentpunkte weniger als zur letzten KAV-Wahl.
Stimmenanteile
21 Listen waren erfolgreich
Von den 26 angetretenen Listen gelang es 21, einen oder mehrere Sitze in der neuen KAV zu erringen. Nur fünf Listen konnten nicht genug Stimmen auf sich vereinen, um zukünftig im Gremium vertreten zu sein. 18 Listen waren bereits bei der KAV-Wahl 2021 vertreten. Das bedeutet, dass bei dieser Wahl acht neue Listen zur Wahl standen. Diese sind: DFRA, CDU, LiberD, UD, GUG, BIG, DABEI und AFG. Von den 47 bei der KAV-Wahl 2021 angetretenen Listen haben sich 29 nicht für die aktuelle KAV-Wahl angemeldet.
SPD stärkste Kraft in der KAV
Zu den sechs erfolgreichsten Listen gehört die SPD, die mit 110.978 Stimmen oder 12,8 Prozent der Anteile stärkste Kraft der neuen KAV wurde. Die CDU erzielte mit 102.113 Stimmen genau wie die Grünen mit 102.008 Stimmen jeweils 11,7 Prozent der Stimmenanteile. GUG erreichte mit deutlichem Abstand und 55.19 Stimmen 6,3 Prozent und Volt (39.502 Stimmen) und IFL (39.283 Stimmen) errangen jeweils 4,5 Prozent der Stimmenanteile.
Nicht geschafft haben es FREIE WÄHLER (10.944 Stimmen oder 1,3 %), LiberD (10.783 Stimmen oder 1,3 %), DABEI (9.988 Stimmen oder 1,1 %), PAU (7.562 Stimmen oder 0,9 %) und DFRA (1.167 Stimmen oder 0,1 %). Sie konnten nicht genug Stimmen auf sich vereinen und gehören der neuen KAV demzufolge nicht an.
Lässt man die neu angetretenen Listen außen vor, haben gegenüber der KAV-Wahl von 2021 GRÜNE (+3 %-Punkte), A.I.V. (+2,7 %-Punkte) und SPD (+2,7 %-Punkte) den größten Zugewinn verzeichnen können, den stärksten Rückgang unter den angetretenen Listen hatten DIALOGINITIATIVE (-1,9 %-Punkte), WIF (-1,2 %-Punkte) und FREIE WÄHLER (-0,9 %-Punkte).
Stimmenanteile und Veränderung zu 2021
Zusammensetzung der neuen Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung
Die neue KAV ist durch die hohe Zahl der erfolgreichen Listen geprägt und repräsentiert die große Vielfalt der Stadt durch die vertretenen Gruppen. Aufgrund der hohen Zahl erfolgreicher Listen treten die meisten jeweils nur in geringer Stärke auf. Unter den stärksten Listen finden sich auch die der etablierten Parteien SPD mit fünf Sitzen, CDU und GRÜNE mit vier Sitzen. A.I.V., Die Linke, GUG, IFL, UD sowie Volt erringen zwei Sitze. Alle anderen in der neuen KAV vertretenen Listen erhalten jeweils einen Sitz. Die drei nach Stimmenanteilen größten Parteien der Stadtverordnetenwahl dominieren somit auch die KAV-Wahl, nur mit umgekehrter Reihenfolge. SPD wird mit 12,8 Prozent und fünf Sitzen stärkste Kraft in der KAV, CDU und GRÜNE teilen sich mit 11,7 Prozent und vier Sitzen den zweiten Rang.
Anzahl der Sitze
Viele Listen profitieren vom Panaschieren
Mehr als die Hälfte (51,2 %) aller vergebenen Stimmen wurden auf veränderten Stimmzetteln abgegeben. Die Ausschöpfung von Stimmen aus veränderten Stimmzetteln ist bei den angetretenen Wahlvorschlagsträgern sehr unterschiedlich. Von den 26 Listen erhielten 14 überdurchschnittlich viele Stimmen von veränderten Stimmzetteln, bei zwölf Listen war dieser Anteil unterdurchschnittlich. Vor allem IFL (96,9 %), IND (94,5 %) GUG (92,0 %), LiberD (83,0 %) und AFG mit 80,8 Prozent schöpften ihre Stimmen aus veränderten Stimmzetteln. Besonders hohe Anteile bei den unveränderten Stimmzetteln bekamen Volt (74,4 %), BIG (73,3 %), DIALOGINITIATIVE (69,4 %), CDU (69,1 %), FDP (67,2 %), UD (66,4 %) und GRÜNE mit 65,4 Prozent.
Es zeigt sich je nach Liste ein unterschiedliches Bild. So zum Beispiel hat 2026 die SPD von den unveränderten Stimmzetteln 61,4 Prozent ihrer Stimmen generiert, 2021 waren es nur 44,6 Prozent. Stimmenanteile aus in der Liste veränderten Stimmzetteln erhielt die SPD aktuell 13,6 Prozent gegenüber 8,7 Prozent im Jahr 2021. 24,9 Prozent der Stimmen der SPD stammten von panaschierten Stimmzetteln, also von Wählerinnen und Wählern, die ein anderes Listenkreuz gesetzt hatten. Bei der letzten KAV-Wahl betrug dieser Anteil noch 46,6 Prozent. Bei der IFL zum Beispiel betrug der Stimmenanteil aus panaschierten Stimmen 95,8 Prozent, 2021 waren es nur 86,1 Prozent. Es zeigt sich also, dass innerhalb der Zusammensetzung der Stimmenanteile Bewegung ist und sich dies von Wahl zu Wahl auch verändert.
Stimmenanteile von unveränderten und veränderten Stimmzetteln
Listen mit unterschiedlich hohem Urnen- und Briefwahlanteil
Einige Listen erzielen besonders hohe Anteile bei Urnengängern, andere profitierten vom Briefwahlanteil. So erzielten IFL mit 95,1 Prozent ihrer Stimmen besonders viele aus der Briefwahl ebenso wie ANA mit 91,7 Prozent, IND mit 91,4 Prozent, LM mit 89,1 Prozent und LiberD mit 88,8 Prozent. Hier wurden fast alle Stimmen aus der Briefwahl generiert. Besonders hohe Anteile aus der Urnenwahl erzielten die BFF (69,4 %), Die Linke (67 %), DIALOGINITIATIVE (66,5 %) sowie SPD (63,3 %), GRÜNE (63 %) und Volt mit 62 Prozent.
Stimmen für die Wahlvorschläge
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Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz
Interessant ist, wie sich die panaschierten Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz verteilen. Welche Liste erhält einzelne panaschierte Stimmen von anderen Listen und umgekehrt? Die SPD erhielt von ihren 15.296 hinzugewonnenen Stimmen 3.685 von IFL, 3.146 von IBF, 1.548 von CL und 1.125 von AFG. Die SPD gab insgesamt 2.079 Stimmen ab. Davon entfielen 320 an die Grünen, 207 an die CDU, 194 an Die Linke und 173 Stimmen an Volt. Die Grünen bekamen 12.297 Stimmen von anderen Listen, besonders von IBF (5.026), AFG (1.251) und 1.017 von Die Linke. Abgegeben haben die Grünen insgesamt 2.208 Stimmen, davon 461 an die SPD, 363 an Die Linke und 299 an Volt. Die CDU erhielt 6.931 Stimmen von anderen Listen. Davon kamen vor allem von IFL (2.509) und IBF (1.950) Stimmen an die Union. Die 1.135 Stimmen von den Christdemokraten gingen vor allem an FDP (356), SPD (151), GRÜNE (118) und WIF (114).
Panaschierte Stimmen aus Stimmzetteln mit einem Listenkreuz
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Mittlere Altersgruppe dominiert bei den Kandidatinnen und Kandidaten – Junge und Ältere unterrepräsentiert
Die Altersstruktur der Kandidatinnen und Kandidaten weicht deutlich von der der Wahlbevölkerung ab. Vor allem die 35- bis 59-Jährigen sind überrepräsentiert, während jüngere und ältere Personen seltener kandidieren.
Von den insgesamt 220.605 Wahlberechtigten gehören 32,1 Prozent der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen an. Gegenüber der Wahl 2021 entspricht dies einem Rückgang um 2,5 Prozentpunkte (2021: 34,6 %). Die größte Gruppe bilden die 35- bis 59-Jährigen mit 49,4 Prozent, was einem Plus um 0,4 Prozentpunkte im Vergleich zu 2021 (49 %) entspricht. Der Anteil der Wahlberechtigten im Alter von 60 Jahren und älter ist ebenfalls gestiegen – von 16,5 Prozent auf jetzt 18,5 Prozent.
Ein Vergleich mit der Altersstruktur der Bewerberinnen und Bewerber zeigt deutliche Abweichungen zur Wahlbevölkerung. 58,6 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten gehören der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen an (2021: 63 %). Damit liegt ihr Anteil um 9,2 Prozentpunkte über dem entsprechenden Anteil in der Wahlbevölkerung (2021: 14 %-Punkte). Auch die Altersgruppe der 60-Jährigen und Älteren ist leicht überrepräsentiert. Ihr Anteil beträgt 21,7 Prozent bei den Bewerberinnen und Bewerbern (2021: 13,3 %) gegenüber 18,5 Prozent in der Wahlbevölkerung (2021: 16,5 %).
Dagegen sind die 18- bis 34-Jährigen stark unterrepräsentiert. Nur 19,7 Prozent (2021: 23,7 %) der Kandidatinnen und Kandidaten gehören dieser Altersgruppe an, während ihr Anteil an der Wahlbevölkerung 32,1 Prozent beträgt (2021: 34,6 %). Dies entspricht einem Unterschied von 12,4 Prozentpunkten (2021: 10,9 %-Punkte).
Im Vergleich zur Wahl 2021 haben sich die Unterschiede in der Altersverteilung zwischen Wahlbevölkerung und Kandidatinnen und Kandidaten bei den 18- bis 34-Jährigen weiter erhöht und bei den 35- bis 59-Jährigen verringert. Bei den 60-Jährigen und Älteren dagegen hat sich das Verhältnis im Vergleich zu 2021 umgekehrt.
Bei den Gewählten stellt sich das Verhältnis anders dar. Neun (24,3 %) der 37 Kandidatinnen und Kandidaten gehören der ersten Altersgruppe an und fünf (13,5 %) der Gruppe der 60-Jährigen und Älteren. Damit sind diese beiden Altersgruppen in der neuen KAV unterrepräsentiert, während die 35- bis 59-Jährigen mit 62,2 Prozent sehr dominieren.
Altersstruktur der Bewerberinnen und Bewerber und der Wahlbevölkerung
Die neuen KAV-Mitglieder
Die meisten Stimmen bei der Wahl zur Kommunalen Ausländer- und Ausländerinnenvertretung erhielt Dijana Avdić (SPD). Mit 15.161 Stimmen entfielen auf sie 13,7 Prozent der Stimmen ihrer Liste. Es folgen Feyyaz Cetiner (GRÜNE) mit 12.101 Stimmen (11,9 %), Mustapha Lamjahdi mit 11.933 Stimmen (10,8 %), Yetkin Zengin (CDU) mit 11.209 Stimmen (11,0 %) sowie Narinder Ghotra (GRÜNE) mit 11.180 Stimmen (11,0 %). Mit vergleichsweise wenigen Stimmen zogen folgende Kandidatinnen in die KAV ein: Marina Korchuk (BFF) erhielt 1.242 Stimmen (7,8 %), Barbara Lange (DIALOGINITIATIVE) 1.354 Stimmen (9,2 %) und Anna Vasiljević (SL) 1.698 Stimmen (9,6 %).
Verbesserungen durch Kumulieren und Panaschieren
Ein Spitzenplatz auf einer Liste ist nicht zwangsläufig ein Garant für den Einzug in die KAV. Mehreren Gewählten ist es gelungen, trotz hinteren Listenplätzen doch noch in die KAV einzuziehen. So verbesserte sich Od Phumphuang (BIG) um neun Plätze und zog als einzige Person seiner Liste in die KAV ein. Auch Anna Vasiljević (SL) sowie Dijana Avdić (SPD) konnten sich jeweils um fünf Plätze verbessern. Maria Achrait (SPD) dagegen erhielt ebenfalls einen Sitz in der KAV, fiel jedoch um drei Listenplätze zurück.
Viele Doppelmandate in KAV, Stadtverordnetenversammlung und Ortsbeiräten – ein Dreifachmandat
Kandidierende bei Kommunalwahlen können gleichzeitig für die Stadtverordnetenversammlung, die Ortsbeiräte und die KAV antreten. Mustapha Lamjahdi (SPD) gelang es sogar, in allen drei Gremien einen Sitz zu gewinnen. Neben ihm erhielten sechs weitere Mitglieder der KAV zusätzlich ein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung. Dies sind Feyyaz Cetiner (GRÜNE), Adriana Maximino dos Santos (GRÜNE), Jumas Medoff (IBF), Dijana Avdić (SPD), Sarya Ataç (SPD) sowie Hosai Zarif-Ander (AFG/GRÜNE). Doppelmandate für die KAV und einen Ortsbeirat errangen Dr. Sean O’Sullivan (VOLT) und Fatima Rahmani (CDU).
Stimmen für die gewählten KAV-Mitglieder
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