Ausgabe 10/2026
Frankfurts Bevölkerungszahl fällt wieder unter 780.000
Nach vier Jahren Anstieg ist die Einwohnerzahl in Frankfurt erstmalig wieder rückläufig. Mit 776.835 Personen zum 30.06.2026 ist sie um 4.502 (-0.6%) Einwohnerinnen und Einwohner auf einen Stand ähnlich wie Ende 2024 gesunken. Die Statistik basiert auf dem Melderegister. Der ausgewiesene Rückgang ist in erheblichem Umfang durch melderechtliche Fortschreibungen beeinflusst. Dieses Jahr betrifft es 7.646 Einwohnerinnen und Einwohner.
Entwicklung der Bevölkerungszahl
Seit 2021 stieg die Bevölkerung von 753.626 auf ihren bisherigen Höchststand von 781.337 Ende 2025, bevor sie nur zur Jahresmitte etwas absank.
Entwicklung der Bevölkerungszahl seit 2000
Quelle: Melderegister.
Unterschiede bei Geschlechtern
Die Bevölkerungsverluste betrafen nicht alle Geschlechter gleich. Betrachtet man diese, fällt ein etwas höherer Rückgang bei der männlichen Bevölkerung auf. Die Zahl der Männer ist um 2.873 gesunken, während die der Frauen nur um 1.629 zurück ging.
Stand der Bevölkerungsgruppen
Quelle: Melderegister.
Altersstruktur
Die Altersverteilung ähnelt der Ende des Jahres 2025. Ein Großteil der Bevölkerung findet sich in den mittleren Altersgruppen zwischen 30 und 40 Jahren. Eine weitere Spitze gibt es zwischen 50 und 60 Jahren. Die Altersgruppen unter 18 sind sichtbar geringer vertreten. Ab etwa 80 Jahren nimmt die Anzahl kontinuierlich ab und es sind in dieser Altersgruppe deutlich mehr Frauen als Männer vertreten.
Alterspyramide
Quelle: Melderegister.
Zuwachs und Rückgang in einzelnen Altersgruppen
Fast alle Altersgruppen sind rückläufig. Besonders stark ist die Zahl der Personen zwischen 18 und 29 Jahren zurückgegangen, mit einem Minus von 1.731. Nur die Altersgruppen zwischen 60 und 79 sind häufiger vertreten als zum Jahresende 2025. Den größten Zuwachs gibt es in der Altersgruppe von 60 bis 69 (+1.055).
Entwicklung der Altersgruppen
Quelle: Melderegister.
Entwicklung in den Stadtteilen
Bei den Geschlechtern gibt es keine großen Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Es fällt nur auf, dass es einen größeren Rückgang von Männern in Sachsenhausen-Süd/Flughafen gibt, während Frauen nicht so stark betroffen sind. Bei den Staatsangehörigkeiten zeigen sich größere Unterschiede zwischen den Stadtteilen. Die Zahl der Deutschen ist am stärksten in den nördlichen und westlichen Stadtteilen gesunken, die Zahl der ausländischen Bevölkerung in den zentralen Stadtteilen. Am stärksten sank die Zahl der deutschen Bevölkerung in Griesheim (-170), Praunheim (-97) und Eckenheim (-74). Den größten Zuwachs gab es in den Stadtteilen Bockenheim (+554), Gallus (+428) und Eschersheim (+80). Die ausländische Bevölkerung sank am stärksten in Nordend-West (-472), Westend-Süd (-322) und Bockenheim (-306). Nur in vier Stadtteilen ist die Zahl gestiegen, am meisten in Heddernheim (+89), Riederwald (+14) und Sindlingen (+8). Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner leben mit 47.268 weiterhin in Bockenheim, gefolgt vom Gallus (45.868) und Sachsenhausen-Nord (32.160). Die geringste Einwohnerzahl weist das Bahnhofsviertel mit 3.728 Personen auf, gefolgt von Berkersheim (3.790) und der Altstadt (4.160). Bockenheim hat mit 0,5 Prozent auch den stärksten Zuwachs, wogegen die Bevölkerungszahl im Bahnhofsviertel auch anteilig mit 5,5 Prozent am stärksten sinkt.
Zuwachs und Rückgang nach Bevölkerungsgruppen in den Stadtteilen
Quelle: Melderegister.
Aufgrund geringer Fallzahlen des Merkmals „divers” wird die binäre Geschlechterform ausgewiesen.