Ausgabe 04/2026
Immer mehr Menschen leben in Frankfurt: Bevölkerung nimmt zu
Noch nie lebten so viele Menschen in Frankfurt wie heute. Ende 2025 waren 781.337 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnung hier gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von rund 4.500 Personen, beziehungsweise 0,6 Prozent.
Die aktuellen Zahlen stehen nicht nur für einen statistischen Wert, sondern markieren einen neuen Höchststand der Bevölkerungsentwicklung. Damit setzt sich die Beobachtung der vergangenen Jahre fort: Die Einwohnerzahl steigt weiter an und bestätigt damit den anhaltenden Wachstumstrend.
Entwicklung der Bevölkerungszahlen seit 2010
Quelle: Melderegister.
Annähernd gleiche Geschlechterverteilung und zunehmende Alterung
Wie bereits in den vergangenen Jahren ist das Geschlechterverhältnis weitgehend ausgewogen, mit einem leichten Plus bei den Frauen. Zum Jahresende gibt es 393.972 (50,4 %) Frauen und 387.365 (49,6 %) Männer. Von den 781.337 Frankfurterinnen und Frankfurtern sind 129.047 Menschen unter 18 Jahren (16,5 %) und 125.787 älter als 65 Jahre (16,1 %).
Bevölkerungsentwicklung in den Altersjahren seit 2010
Quelle: Melderegister.
Betrachtet man die Entwicklung der letzten 25 Jahre wird deutlich: Die Anteile älterer Bevölkerungsgruppen haben zugenommen, während jüngere Jahrgänge verhältnismäßig schwächer repräsentiert sind.
Auffällig ist die unterschiedliche Verteilung von Männern und Frauen in den höheren Altersklassen. Während in jüngeren Altersgruppen häufig ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis besteht, zeigt sich in den älteren Gruppen ein wachsender Frauenüberschuss, was insbesondere auf die höhere Lebenserwartung zurückzuführen ist.
Im Zeitverlauf werden außerdem Verschiebungen innerhalb der mittleren Altersgruppen sichtbar. Diese spiegeln demografische Ereignisse wie geburtenstarke Jahrgänge, aber auch Zu- und Abwanderung wider. In Frankfurt gibt es besonders starke Wanderungsbewegungen bei jüngeren Erwachsenen.
Insgesamt verdeutlicht die Entwicklung der Bevölkerungspyramiden sowohl den demografischen Wandel als auch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Altersstruktur.
Erneuter Anstieg bei Deutschen und Nicht-EU-Staatsangehörigen
Ein Blick auf die Bevölkerungsstruktur nach Deutschen, EU-Staatsangehörigen sowie Personen aus Nicht-EU-Staaten macht deutliche Unterschiede sichtbar. Während die Zahl der EU-Staatsangehörigen seit 2024 um 615 Personen gesunken ist (-0,6 %), verzeichnen die Personen aus Nicht-EU-Staaten einen Zuwachs von 2.926 Personen (1,9 %). Der 2023 beginnende Trend eines leichten Anstiegs der deutschen Bevölkerung setzt sich auch 2025 mit einem Zuwachs von 2.183 Einwohnerinnen und Einwohnern fort, was einem Plus von 0,4 Prozent zum Vorjahr entspricht.
Entwicklung der deutschen und ausländischen Bevölkerung seit 2016
Quelle: Melderegister.
Die Verteilung der Bevölkerung auf die einzelnen Stadtteile lässt erkennen, in welchen Teilen Frankfurts besonders viele Frauen beziehungsweise Männer leben oder auch welche Stadtteile eine große kulturelle Vielfalt aufweisen. Die größte Ungleichheit in der Geschlechterverteilung lässt sich im Bahnhofsviertel beobachten. Hier leben mit 60,9 Prozent mit Abstand die meisten Männer und gleichzeitig mit 39,1 Prozent die wenigsten Frauen. Die höchsten Anteile an Frankfurterinnen haben Dornbusch (52,8 %), Bornheim (52,7 %) und Heddernheim (52,4 %).
Ein Blick auf die Staatsangehörigkeit der Frankfurterinnen und Frankfurter zeigt, dass in Nieder-Erlenbach (85 %) und Harheim (82,9 %) prozentual die meisten deutschen Bürgerinnen und Bürger leben. Am stärksten vertreten sind Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Bahnhofsviertel (49,5 %) und in der Innenstadt (47,8 %). Entsprechend sind in diesen beiden Stadtteilen prozentual die wenigsten Deutschen gemeldet.
Einwohnerinnen und Einwohner in den Stadtteilen im Jahr 2025
Quelle: Bürgeramt, Statistik und Wahlen; Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (laufend aktualisiert).
Wachstum und Rückgang in den Stadtteilen
Die Zahl der Menschen in einem Stadtteil haben Einfluss auf Schulstandorte, Wohnungsbau und Arbeitsmarkt. Die Bevölkerungszahlen geben deshalb nicht nur Auskunft über reine Einwohnerzahlen, sondern liefern auch wichtige Informationen für zukünftige Entwicklungen der Stadtteile. So zeigen die Daten, dass einige Stadtteile in den letzten Jahren stark gewachsen sind, wie etwa Bockenheim mit einem Zuwachs von 4,4 Prozent oder das Gutleutviertel mit zwei Prozent. Gleichzeitig weisen andere Stadtteile nur geringe Veränderungen oder sogar einen Bevölkerungsrückgang auf. Der größte Rückgang ist mit -0,8 Prozent jeweils in der Altstadt und in Berkersheim zu erkennen, dicht gefolgt vom Frankfurter Berg und Bonames mit jeweils -0,7 Prozent. Somit ist Bockenheim, genau wie im Vorjahr, der Stadtteil mit dem größten Anstieg der Bevölkerung. Betrachtet man die absoluten Zahlen, liegt ebenfalls Bockenheim mit dem größten Zuwachs von 1.969 Personen vorne. Bei den absoluten Verlusten liegt hingegen Schwanheim mit -126 Personen an der Spitze.
Entwicklung der Bevölkerungszahl in den Stadtteilen
Quelle: Melderegister.
Bevölkerungsentwicklung in den Stadtteilen im Jahr 2025
Frankfurt STATISTIK.PORTAL. : Die Daten zur Bevölkerung 2025 sind online und zum Download verfügbar
Quelle: Bürgeramt, Statistik und Wahlen; Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (laufend aktualisiert).