Ausgabe 11/2026
Frankfurts ausländische Bevölkerung zur Jahresmitte 2026
Erstmals seit fünf Jahren ist der Anteil der ausländischen Einwohnerinnen und Einwohner gegenüber dem Vorjahr auf 31,6 Prozent zurückgegangen. Im Vergleich zum Endjahresstand ist die ausländische Bevölkerung in Frankfurt um 4.988 Personen auf 245.800 Personen gesunken. Die Entwicklung beruht aber nicht ausschließlich auf demografischen Prozessen oder gemeldeten Wanderungsbewegungen, sondern auch auf weiteren Fortschreibungen des Melderegisters.
Ausländeranteil sinkt erstmals seit fünf Jahren
Seit 2010 ist ein deutlich ansteigender Trend in den ausländischen Bevölkerungszahlen zu erkennen. Nur während der Coronakrise 2021 ist der Anteil leicht gesunken. Der Beginn des Krieges in der Ukraine verursachte 2022 wieder einen höheren Anstieg als in den Vorjahren. Der aktuelle Rückgang beträgt 0,5 Prozentpunkte gegenüber dem Jahresende 2025. Der Ausländeranteil ist somit von 32,1 Prozent auf 31,6 Prozent gesunken. Zuletzt war der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer 2021 gesunken. Damals lag er bei 29,9 Prozent.
Entwicklung des Ausländeranteils seit 2000
Quelle: Melderegister.
Die Türkei ist weiterhin häufigste Staatsangehörigkeit der ausländischen Bevölkerung
Wie bereits in den vergangenen Jahren stellt die Türkei mit 23.960 Staatsangehörigen die größte ausländische Bevölkerungsgruppe. Es folgen Italien mit 14.846 sowie Kroatien mit 14.444 Personen. Die zehn häufigsten Staatsangehörigkeiten sind im Vergleich zum Jahresende gleich geblieben. Lediglich Platz 9 und Platz 10 sind vertauscht, sodass nun an neunter Stelle Afghanistan und an zehnter Stelle Bulgarien steht.
Die 10 häufigsten Staatsangehörigkeiten in Frankfurt
Quelle: Melderegister.
Anstiege bei Afghanistan und Indien
Betrachtet man ausschließlich die zehn häufigsten Nationen, so sind nur zwei Anstiege zu erkennen, während die anderen acht Nationen rückläufig sind. Der stärkste Zuzug ist bei Afghaninnen und Afghanen zu beobachten. Afghanistan zeigt einen Zuzug von 176 Personen (+2 %) und Indien einen etwas niedrigeren Zuwachs von 67 Personen (+0,5 %).
Bei den Wegzügen aus Frankfurt zeigen sowohl bei absoluter als auch prozentualer Betrachtung Polen, Rumänien und Kroatien die höchsten Werte. 475 Wegzüge (-4,8 %) fallen dabei auf Polen, gefolgt von Rumänien mit 408 Wegzügen (-3,6 %). Daran schließt sich Kroatien mit einem Rückgang um 333 Personen (-2,3 %) an.
Auch bei der Betrachtung aller Staatsangehörigkeiten zeigen Polen, Rumänien und Kroatien die größten Rückgänge. Bei den Zuzügen liegen weiterhin Afghanistan und Indien auf dem ersten beziehungsweise dritten Rang. An zweiter Stelle der meisten Zuzüge liegt Bangladesch mit einem Zuwachs von 118 Personen.
Staatsangehörigkeiten mit den größten Veränderungen
Quelle: Bürgeramt, Statistik und Wahlen 2025; Stadtvermessungsamt Frankfurt am Main (laufend aktualisiert).
| Land | 1. Halbjahr 2026 | Ende 2025 | Veränderung | prozentuale Veränderung in % |
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| Quelle: Melderegister | ||||
Alter und Geschlecht der ausländischen Bevölkerung
Die Verteilung der Altersgruppen der Ausländerinnen und Ausländer zeigt im Vergleich zum 31.12.2025 nur geringe Veränderungen. 77,2 Prozent sind zwischen 18 und 64 Jahre alt. Damit ist der Anteil dieser Altersgruppe gegenüber dem Jahresende 2025 um 0,3 Prozentpunkte gesunken. Während der Wert der minderjährigen Personen unverändert bei 11,6 Prozent liegt, stieg der Anteil der Personen ab 65 Jahren um 0,2 Prozentpunkte. Das Geschlechterverhältnis ist mit 122.963 Frauen und 122.837 Männern sehr ausgeglichen.
Altersverteilung der ausländischen Bevölkerung
| Altersgruppe | weiblich | weiblich in % | männlich | männlich in % | insgesamt | insgesamt in % |
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| Quelle: Melderegister | ||||||
Quelle: Melderegister.
Aufgrund geringer Fallzahlen des Merkmals „divers” wird die binäre Geschlechterform ausgewiesen.